Ihre Medienmitteilung in der Regionalzeitung

Wie schafft es Ihre Botschaft in die Zeitung? Worauf müssen Sie achten? Hier gibt es WortfegerTipps.



Ihr Start-up ist ready und öffnet bald die Türen. Ihr Buch ist publiziert und bereit, in die Welt getragen zu werden. Die Kulturveranstaltung freut sich auf viele Besucher.


Soll Ihre Botschaft in die Regionalzeitung? Dann lesen Sie weiter.


Warum Tipps von mir? 5 Jahre war ich als freischaffende Journalistin für unsere beiden Regionalzeitungen mächtig auf Achse. Zwei weitere Jahre korrigierte ich direkt auf der Redaktion die fast fertige Tageszeitung. Seit es Wortfeger gibt, schreibe ich für KMUs pointierte Medienmitteilungen. Ich schrieb und las mich also durch ziemlich alle Möglichkeiten. Die Tipps stammen aus meinem Journi-Alltag hier in der Schweiz am Zürichsee, woanders sind die Anforderungen vermutlich anders.


Oh, ich habe viele Redaktoren fluchen hören über noch mehr stümperhafte «Eingesandte», wie die unverlangten Medienmitteilungen bei der Regionalzeitung genannt wurden. *Gopf*, Redaktoren können gut fluchen, das ist *gfürchig*. Aber auch verständlich. Oft bemühen sich die Versender von Medienmitteilungen nämlich nicht einmal um einen wenigstens einigermassen brauchbaren Text, der nicht eine komplette Überarbeitung seitens der Redaktion erfordert.


Die Redaktoren haben ihren Kopf zwischen tausend dringenden Geschichten. Und ihr daily business ist rasant. Daraus ergibt sich schon eine klare Regel:


Ihre Medienmitteilung soll möglichst pfannenfertig und *gluschtig* sein!


Dafür beherzigen Sie idealerweise ein paar Regeln des Layouts:

- Anlieferung als Word-Doc, nicht PDF. Denn aus den PDFs ist der Text normalerweise schwieriger zu übertragen ins Layoutprogramm der Zeitung.

- Möglichst wenig Formatierung: Lassen Sie Einzüge und Silbentrennungen weg. Es ist echt mühsam, die Formatierungen alle wieder manuell einzeln zu löschen.

- Halten Sie sich an das Motto: kurz und knackig. Eine Medienmitteilung sollte höchstens 1'500 Zeichen umfassen. Mit 2'000 Zeichen füttern Sie das Risiko, dass die Redaktion eigenständig massiv kürzt.

- Bauen Sie Ihren Text wie einen Tannenbaum auf: zu oberst (also zuerst) spitzig das Wichtigste, danach schreiben sie breiter, also detaillierter. So könnte die Redaktion falls nötig von unten her kürzen.


Titel und Lead, genau. Sie können Ihre Medienmitteilung gerne traditionell gliedern mit einem griffigen, zügigen Titel (= Tannenbaumspitze), einem schneidigen Lead und einem guten Haupttext. Ob Titel, Lead und Text schlussendlich genauso gedruckt werden, haben Sie nicht in der Hand. Anpassungen geschehen oft aufgrund des Layouts und dieses erkennt der bearbeitende Redaktor erst, wenn er im Tagesgeschäft die einzelnen Berichte anordnet. So werden Titel oder Leads gekürzt, gestreckt, umformuliert ... so viel Freiheit müssen Sie dem Redaktor lassen, Ehrenwort.


Lead ist übrigens der kleine Text zwischen Titel und Haupttext, der die wichtigsten Informationen (was, wo, wann, wer, warum, wie) beinhalten sollte - in möglichst nur einem Satz.


Was begünstigt eine Publikation ausserdem?

Die meisten Zeitungen publizieren kostenlose Medienmitteilungen wenn sie entweder

  • von Inserate-Kunden, also zahlenden Inserenten stammen,

  • kulturell wertvoll sind (non profit),

  • die Bevölkerung brennend interessieren könnte.


Was tatsächlich ein brennendes Thema ist, beurteilt die Redaktion und die kann durchaus anderer Meinung sein als Sie. Und sorry, das ist auch gut so. Schliesslich ist es deren Zeitung und es sind deren Leser ...


Zahlende Kunden, die ab und zu ein Inserat buchen, werden ebenfalls meistens gerne berücksichtigt mit dem Abdruck der Medienmitteilungen. Hier gilt oft - aber nicht immer oder zwingend: Eine Hand wäscht die andere.


Übrigens, was für die traditionelle Papierzeitung gilt, ist genauso relevant für die Onlinemedien. Mindestens! (Die Länge ist nicht mehr gaaaaaanz so relevant, wenn Sie einen äusserst informativen Blogpost online publizieren wie ich gerade ;-)) Und online sollte das Bild nicht mehr so eine Riesenauflösung haben ...


Bild, genau, gutes Stichwort. Ihre Medienmitteilung braucht einen Eyecatcher. Der griffige Titel übernimmt diese Aufgabe nur teilweise. Ein echt gutes Bild ist DER Eyecatcher überhaupt. Wählen Sie es sorgfältig aus, achten Sie auf das Copyright (aus Google oder Social Media kopieren geht gar nicht!!) und eine hervorragende, grosse (lieber riesige!) Auflösung. Was auf dem Laptop-Bildschirm gut aussieht, entpuppt sich im Druck oft als unbrauchbar. Eine zu kleine Auflösung wirkt gedruckt unscharf und verpixelt. Die falsche Auflösung eines Bildes hat schon so manche gute Medienmitteilung anstatt in die Zeitung in den Papierkorb wandern lassen ... Wie schade für den Aufwand!


Ganz an den Schluss Ihres Textes gehören die Kontaktdaten, die Adresse Ihres Unternehmens, Ansprechperson, Mailadresse und Telefonnummer. Lassen Sie das Korrekturprogramm von Word zur Sicherheit die Mitteilung checken und dann ab an die Redaktion(en)! Wenn Sie verschiedene anschreiben, versteht sich von selbst, dass Sie nicht alle Empfänger-Mailadressen einfach aneinanderreihen. Es ist für einen Redaktor ziemlich unsexy, wenn er sieht, dass seine Zeitung nur eine von vielen ist ...


Ach ja, (Redaktoren, jetzt müsst ihr tapfer sein ...) die Medienmitteilung gehört weiterhin Ihnen und nicht der Zeitung. Sie können den Text weiterverwenden als Artikel beispielsweise auf LinkedIn, Facebook oder Blogbeitrag.


Alles klar? Falls nicht, geben Sie mir einfach den Auftrag ;-) (Link zu meinen Dienstleistungen)


Viel Erfolg mit Ihrer Medienmitteilung wünsche ich Ihnen.

Herzlich, der buchverrückte Wortfeger,

Tanja A. Holzer


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