Gedankenwelt & Inkarnation

Rudolf Steiner Perle 01, 2020

Aus «Reinkarnation und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart», Vortrag gehalten von am 23. Januar 1912 in Berlin, kein Originaltext, sondern in die heutige Sprache übertragen von Tanja Alexa Holzer:


Warum ist diese Wesenheit im Menschen, welche sich durch mehrere Erdenleben hindurchzieht, so schwer für uns zu erkennen und zu begreifen?

Alles, was gerade mit dieser Frage zusammenhängt, packt der Mensch normalerweise völlig verkehrt an. Der Mensch versucht zuerst (was durchaus verständlich ist), die Wesenheit mit seinen Gedanken zu begreifen, also mit seinem gewöhnlichen Verstand. Und dann fragt er sich: «Inwiefern kann man aus den Tatsachen des Lebens heraus Anhaltspunkte gewinnen, welche zeigen, dass die Betrachtungsweise der wiederholenden Erdenleben und des Karmas richtig ist?»

Bis zu einem gewissen Punkt wird der Mensch durch Nachdenken schon weiterkommen – aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt! Denn unsere Gedankenwelt ist durch ihre Beschaffenheit komplett abhängig von dem, was einen Menschen bloss in EINER Inkarnation ausmacht. Diese Beschaffenheit wiederum ist geprägt von dem, was der Mensch zwischen Geburt und Tod lebt.

Unsere Gedankenwelt ist ganz und gar abhängig von den Besonderheiten des physischen Leibes und des Ätherleibes, der nur eine Stufe über unseren physischen Körper hinausragt. Und je scharfsinniger die Gedanken sind, je besser sich ein Mensch auf abstrakte Wahrheiten einlassen kann, desto stärker ist dieses Denken auf nur eine Inkarnation beschränkt.

Von alledem, was wir in der Seele erleben, können wir am allerwenigsten unsere Gedanken in das Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt mitnehmen. Darüber haben wir schon öfter gesprochen.


Storyfeger-Fragen:

Wie oft bin ich in dieser Woche im Denken?

Wie viel meiner Lebenszeit bin ich im Fühlen?

Wie lange bin ich einfach im absichtslosen Sein?

Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich meinen Fokus statt hauptsächlich auf das Denken und den Verstand mehr auf das Fühlen und Sein richten würde?


Perlenimpuls:

Gerade jetzt zu Beginn eines neuen Jahrzehnts sind Vergänglichkeit und Neuwerdung grosse Themen. Gemäss Rudolf Steiner ist unsere Gedankenwelt das, was unser wahres unsterbliches Wesen am wenigsten ausmacht. Und doch identifizieren sich die meisten von uns sehr mit den eigenen Gedanken! Was würde geschehen, wenn da eine Verlagerung stattfinden könnte?


Viel Freude beim Philosophieren,

herzlich, der buchverrückte Wortfeger

Tanja Alexa Holzer


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